Fast jeder kennt in seinem Freundes- und Bekanntenkreis, oder auch in der eigenen Familie Personen, welche an psychischen Erkrankungen leiden. Für viele ist diese Art Erkrankung aufgrund einer sozialen Stigmatisierung besonders belastend. Wie kann den Betroffenen hier geholfen werden?

 Einer der wichtigsten Schritte ist wohl, über die eigenen Gefühle sprechen zu können, weshalb das aufrichtige Zuhören von Freunden eine große Hilfe sein kann. Wichtig dabei:

  • Verurteilen Sie den Erkrankten nicht!
  • Spielen Sie das Leid nicht herunter.
  • Floskeln wie "Kopf hoch" und "das wird schon wieder" sind nicht hilfreich. Sie erzeugen beim Betroffenen eher das Gefühl nicht verstanden zu werden.
  • Nehmen Sie sich Zeit. Stellen Sie Fragen, um zu verstehen, wie der andere denkt.
  • Versuchen Sie nicht die Rolle eines professionellen Therapeuten einzunehmen!

Der letzte Punkt ist tatsächlich sehr wichtig. Es gehört schon eine Menge Fachwissen dazu, die Erkrankung allein richtig zuzuordnen, geschweige denn die passende Behandlung zu finden.

Nehmen wir z.B. die Erkrankung der Schizophrenie, so glaubt die große der Masse der Deutschen, dass es sich hier um eine gespaltene Persönlichkeit handelt. Bereits bei dieser Ansicht findet sich der erste Fehler. Die gespaltene Persönlichkeit (Dissoziative Identitätsstörung) absolut nichts mit Erkrankungen aus dem Schizophrenen Formenkreis zu tun (Siehe: Weitere Hinweise zum Thema Schizophrenie).

Alleine an diesem Beispiel merkt man, wie wenig der Laie oftmals mit psychischen Erkrankungen vertraut ist.

Therapie: Suchen Sie Hilfe bei einem Psychologen

Mit psychische Erkrankungen jeder Art ist also nicht zu spaßen. Ob Depression, Burn-Out, Schizophrenie, Manie oder jegliche Zwischenformen - ein ausgebildeter Psychologe oder auch Neurologe kann die ausschlaggebende Hilfe sein, Erleichterung zu finden.

Da psychische Erkrankungen mitunter auch aufgrund von Stoffwechselstörungen entstehen, ist eine medikamentöse Therapie in diesen Fällen unumgänglich und definitiv nichts, wofür es sich zu schämen gilt. Wer ein Herzleiden hat, kann dieses ja auch nicht einfach mal eben durch positives Denken in den Griff bekommen.

Seien Sie also ausgeglichen und vernünftig, wenn es darum geht, Freunden in Bezug auf Ihre Erkrankung Rat zu geben. Sind Sie selber betroffen, können Sie sicher sein, dass Sie in der therapeutischen Praxis aufgrund großer Fortschritte in den letzten Jahrzehnten gut aufgehoben sind.


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