Sarg oder Urne auswählenIn Deutschland hat der Gesetzgeber im Bestattungsrecht die generelle Sargpflicht bei Aufbahrung, Transport und Erdbestattung vorgeschrieben. Lediglich in Fällen von Erdbestattungen nach islamischen Ritus gibt es seit Kurzem in einigen Bundesländern Regeln, die auch sarglose Erdbestattungen rechtlich möglich machen. Die generelle Sargpflicht betrifft auch Feuerbestattungen: Der Verstorbene wird immer im Sarg liegend eingeäschert. Als würdevolles Aschengefäß ist bei der Feuerbestattung ausschließlich die Bestattungsurne zur endgültigen Bestattung zugelassen.

Grundform der Bestattungsurne:

Die Urne als Teil der Bestatungskultur ist uralt. Bereits vor tausenden Jahren haben Hinterbliebene ihre Toten verbrannt und deren Asche zur vorübergehenden oder endgültigen Verwahrung in besondere Gefäße gefüllt. Die historischen Formgebungen und verwendeten Materialien sind vielfältig. Heute unterliegen Bestattungsurnen in Deutschland bestimmten bestattungsrechtlichen Vorgaben, die aber Spielraum für Variationen bei Form und Material zulassen.

Die Asche wird im Krematorium in die so genannte „Aschekapsel“ gefüllt. Dabei handelt es sich um einen amtlich fest verschließbaren Behälter von etwa einem Liter Hohlmaß. Die durchgängig schlicht gehaltenen Aschekapseln sind zumeist aus Eisenblech oder Keramik hergestellt. Sie sollen so beschaffen sein, dass sie nach Ablauf der Ruhefrist ( meist mindestens 10 bis 15 Jahre) zerfallen sind. Dementsprechend werden bei der Herstellung von Aschekapseln in der Regel leicht verrostendes Eisenblech oder mit Sollbruchstellen präparierte keramische Materailien verwendet. Aus ästhetischen Gründen und aus Gründen der Pietät wird die Aschekapsel fast immer in einer geschmackvoll gestalteten Überurne aufbewahrt und so im Grab, in der Urnenwand, im Urnenhain, usw. beigesetzt.

Sonderformen und Preise der Urne:

Immer häufiger wählen die Hinterbliebenen bei der Totenfürsorge auch Salzurnen oder Urnen aus abbaubaren pflanzlichen Stoffen wie zum Beispiel Maisstärke oder Pappe. Diese Urnen spielen vor allem bei der Seebestattung und bei Naturbestattungen in Friedwäldern eine zunehmende Rolle.

Einfache Urnen sind bereits für 25,00 EUR zu bekommen, aufwändig gestaltete Schmuckurnen können dagegen mit 500,00 EUR oder mehr zu Buche schlagen.

Grundmaterial des Sarges:

Auch die Sargbestattung ist wie die Urnenbestattung seit langer Zeit Teil der Bestattungskultur. Das heute hauptsächlich verwendete Material für die im Laufe der Bestattung üblicherweise verbrannten oder in die Erde beziehungsweise Grüfte gesenkten Särge ist Holz, zumeist Fichte, Kiefer oder Eiche. Abgesehen von Ausnahmesachverhalten verlangen die Friedhofssatzungen beim Sargmaterial die Verwendung von Holz oder stellenweise auch anderen Materialien mit ähnlichen Verrottungs-Eigenschaften.

Ausgestaltung des Sarges:

Ausgeschlagen wird der Sarg üblicherweise mit Kunststofffolien oder mit Bahnen aus verstärktem, Flüssigkeit aufnehmenden Doppelkreppmaterial. Zudem können zur zusätzlichen Flüssigkeitsaufnahme Matten aus porösem Material eingelegt werden. Oft ist der Sarg innen mit einem Schmuckband verziert

Klassische und avantgardistische Sargformen:

Die beiden klassischen Grundformen bei deutschen Sargen sind die so genannte „Hausdachform“ und die Truhensarg-Form. Bei der Hausdachform ist das Unterteil niedriger als das Oberteil; bei der Truhenform ist das Verhältnis umgekehrt. Den Truhensarg gibt in Varianten mit flachem und mit abgerundetem („Kuppeltruhensarg“) Sargdeckel. Zum Teil kann mittels einer Klappe im Vorderteil des Truhensargdeckels bei einer offenen Aufbahrung Abschied vom Verstorbenen genommen werden.

Neben diesen klassischen Sargformen bieten innovative Sargdesigner auch ungewöhnliche, beispielweise an Röhren oder Rundsteine erinnernde Formgebungen an.
In der Regel sind die Särge hell- oder dunkelholzfarben. Aber auch Weiß oder Schwarz wird oft gewünscht. Weniger üblich, aber durchaus möglich sind einfarbig gemusterte oder farblich bunte Designs. Auch Särge mit aufgemalten Bildmotiven werden vereinzelt bei Bestattungen verwendet.

Kosten für einen Sarg:

Die stabiler gebauten Erdbestattungsärge sind in der Regel wesentlich teurer als die für die Feuerbestattung verwendeten Verbrennungssärge. Die Preise für Särge schwanken je nach Material, Ausstattung und Anbieter erheblich. Sehr schlichte, osteuropäische Fichtenholz-Särge kosten um 300,00 EUR; Luxussärge aus Teak oder Mahagoni sind oft nicht unter 5000,00 EUR zu haben.


 

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