Für eine geschmackvolle Grabbepflanzung gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten und Pflanzenarten. Die Auswahl sollte individuell nach Lichtbedarf, Bodenbeschaffenheit und Pflegeaufwand der Pflanzen getroffen werden. Darüber hinaus müssen vor der Pflanzenauswahl noch weitere Punkte beachtet werden, um dem Verstorbenen eine harmonisch angelegte letzte Ruhestätte zu schaffen.

GrabbepflanzungWichtige Überlegungen bei der Pflanzenplanung sind, ob das Grab im jahreszeitlichen Wechsel bepflanzt, eventuell kombiniert mit Gehölzen oder lieber mit einem Bodendecker immergrün gehalten werden soll. Auch die Größe der Fläche, ob Einzelruhestätte oder Doppelgrab, sollte bei der Planung Berücksichtigung finden. Des Weiteren muss die jeweilige Friedhofsordnung beachtet werden. Diese schreibt Gestaltungsrichtlinien vor, die beispielsweise nur Bepflanzungen mit einheimischen Pflanzen erlauben. Oftmals dürfen weder Bäume noch größere Sträucher auf das Grab gepflanzt werden. Der harmonische Gesamteindruck der Grabfelder sollte berücksichtigt werden. Darüber hinaus muss auch der Grabstein, der das Herzstück der Grabstelle bilden soll, bei der Planung einbezogen werden.

Jahreszeitlich wechselnde Bepflanzung des Grabes

Für die Wechselbepflanzung wählt man einjährige Pflanzen. Diese müssen im Frühjahr, Sommer und Herbst/Winter jeweils ausgetauscht werden. Bei der Auswahl der jeweiligen Pflanzen sollte man deren Pflegeaufwand und Wasseranspruch berücksichtigen. Besteht die Möglichkeit, das Grab regelmäßig zu pflegen, bieten sich Pflanzen an, die pflegeaufwendiger sind. Diese müssen regelmäßig von Verwelktem befreit und gegossen werden. In Trockenperioden bedeutet dies tägliches Gießen. Besteht keine Möglichkeit der konstanten Pflege, empfiehlt es sich Pflanzen zu wählen, die nur einen geringen Pflege- und Wasseranspruch besitzen.

Es gibt verschiedene saisonale Pflanzenarten, die sich für die Grabgestaltung eignen. Einige Klassiker sind hier jeweils aufgeführt.

Pflanzen für das Frühjahr

Als saisonale Erstbepflanzung im Frühjahr eignen sich besonders ...

  • Primeln
  • Hornveilchen
  • Stiefmütterchen
  • und Bellis.
Diese Frühjahrsblumen sind frostempfindlich und sollten daher nicht zu früh gepflanzt werden. Lediglich Stiefmütterchen und Hornveilchen überstehen einen Spätfrost unbeschadet. Aber auch Zwiebelblumen, wie Schneeglöckchen, Tulpen oder Narzissen, bringen erste Frühlingsfarben auf das Grab.


Sommer

Für den Sommer eignen sich traditionelle Grabpflanzen, wie ...

  • Geranien
  • Eisbegonien
  • Ageratum
  • Fuchsien
  • Knollenbegonien
  • Studentenblumen
  • und Husarenköpfchen.
Doch gerade bei der Sommerbepflanzung sollte der Wasseranspruch der Pflanzen beachtet werden. Eisbegonien beispielsweise sind pflegeleichte Pflanzen. Sie vertragen eine gewisse Trockenheit und müssen daher nicht unbedingt täglich gegossen werden.

Vergissmeinnicht Grab PflanzenDarüber hinaus sind Pflanzen mit Symbolcharakter für die Grabbepflanzung sehr beliebt. Dazu gehören: Vergissmeinnicht, Tränendes Herz, Nelke (Treue) und Chrysantheme (Liebe über den Tod hinaus).


Grabbepflanzung Herbst & Winter

Für die letzte saisonale Bepflanzung, die Herbst-/Winterbepflanzung, wählt man frostfeste Pflanzen. Für den Herbst eignen sich noch farbenfrohe Chrysanthemenarten und Alpenveilchen. Beim ersten Frost müssen diese dann gegen winterharte Pflanzen, ausgetauscht werden wie ...

  • Erika
  • Schneeheide
  • und Silberblatt
Diese lassen sich gut mit frostunempfindlichen Blattpflanzen kombinieren. Hier eignen sich besonders Heuchera und Calocephalus. Anlässlich der Totengedenktage lässt sich mit Grabgestecken ein Zeichen der liebevollen Erinnerung setzen.


Saisonale Pflanzen lassen sich im Übrigen auch in dekorativen Pflanzschalen auf der Grabstätte platzieren. Allerdings trocknet hier das Substrat schnell aus. Regelmäßiges, in Trockenperioden auch tägliches Gießen, ist hier für das Gedeihen notwendig.

Eine weitere Alternative bietet eine kombinierte Bepflanzung. Hierbei besteht die Möglichkeit, nur einen Teil des Grabes mit jahreszeitlich aktuellen Pflanzen zu besetzen und für den übrigen Teil Ziergräser, Gehölze oder Bodendecker zu wählen. Dies bietet sich vor allem bei Doppelgräbern an. Für die kombinierte Bepflanzung stehen vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung. Neben der Rahmenbepflanzung, die beispielsweise aus Buchsbaum bestehen kann, wird ein Teil des Grabes zum Saisonbeet mit jahreszeitlich wechselnden Pflanzen. Ein weiteres Stück bepflanzt man mit immergrünen Bodendeckern. Hierbei kann man individuell entscheiden, welche Kombination ein harmonisches Gesamtbild erzeugt. Als grober Richtwert empfiehlt es sich, dass die Bodenbepflanzung 60 %, die Rahmenbepflanzung/Gehölze 25 % und die saisonale Bepflanzung 15 % der Grabfläche einnehmen sollte.

Ziergräser

Bei dieser dekorativen und robusten Pflanzvariation stehen viele Farbschattierungen zur Auswahl. Für die Grabbepflanzung sollten niedrige Sorten gewählt werden.

Gehölze

Diese eignen sich gut in Kombination mit saisonaler Wechselbepflanzung. Hier bieten sich vielfältige Varianten an. Lebensbaum, Zwergkonifere, Rhododendron und Buchsbaum sind einige traditionelle Gehölze. Sie werden jeweils in vielen Sorten angeboten. Für die Grabgestaltung sind kleinwüchsige Arten empfehlenswert. Rhododendren werden in verschiedenen Farben gezüchtet. Sie bilden zahlreiche Blüten. Damit das Gehölz jedoch gedeiht, ist ein torf- und säurehaltiger Boden wichtig. Der Buchsbaum ist ein robustes Gewächs. Die Pflanze wird in unterschiedlichen Formen angeboten und eignet sich gut als Grabeinfassung. Ein regelmäßiger Formschnitt ist wichtig.

Bodendeckerbepflanzung

Diese Pflanzvariante dient als Basis der Grabbepflanzung. Die pflegeleichten Bodendecker bieten bei schattigen oder trockenen Böden eine dekorative Alternative. Sie erhalten die Ruhestätte ganzjährig immergrün. Der Vorteil dieser Bepflanzung ist, dass das Unkrautwachstum eingedämmt und die Austrocknung des Bodens vermieden wird.

Der Bodendecker Efeu ist wohl die traditionellste Bodendeckerpflanze. Sie wächst in sonnigen bis schattigen Lagen und ist sehr pflegeleicht. Bei der Anpflanzung sollte man, je nach gewünschter Pflanzdichte, etwa 4 Pflanzen pro m² wählen. Während des ersten Jahres müssen alle Wurzelunkräuter sorgfältig entfernt werden. Eine Schicht Rindenmulch verhindert das Unkrautwachstum. Nach dem Pflanzjahr sollte die Pflanze regelmäßig geschnitten werden. Nach etwa 3 Jahren ist die Efeupflanze genug verwurzelt, sodass sie nur bei längerer Trockenheit gegossen werden muss. Die Pflanze garantiert über viele Jahre eine anschauliche, immergrüne Ruhestätte.

Es gibt noch zahlreiche weitere Bodendecker, die sich als Grabbepflanzung eignen. Dazu zählen auch Ysander (Dickmännchen) und Haselwurz. Bei diesen Sorten sollten, je nach gewünschter Dichte, 12 - 24 Pflanzen pro m² gepflanzt werden.

Für ein dichtes Wachstum empfiehlt es sich, den Bodendecker regelmäßig zu schneiden. Um einen gepflegten Gesamteindruck zu erreichen, sollten die Pflanzen nicht über die Grabeinfassung hinaus wachsen. Ein regelmäßiger Begrenzungsschnitt ist daher wichtig.

Der Handel bietet neben einzelnen Bodendeckerpflanzen auch Bodendeckermatten an. Diese sind kostenintensiver als Einzelpflanzen. Der Arbeitsaufwand ist aber wesentlich geringer und zeitsparender. Vorteilhaft ist darüber hinaus, dass das Gesamtbild direkt eine dichte Bepflanzung darstellt. Das Unkrautwachstum wird gleichermaßen sofort unterbunden.

Neben immergrünen Bodendeckern eignen sich auch Polsterstauden. Diese mehrjährigen, dicht am Boden wachsenden, polsterbildenden Stauden blühen in unterschiedlichen Farben. Die Blütezeit variiert je nach Pflanzenart. Bei richtiger Anordnung bietet sich die Möglichkeit, ein ganzjähriges Blütenmeer mit wechselnden Farben zu schaffen. Einige Sorten sind: Blaukissen, Schleifenblume, Immergrüner Moossteinbrech, Polsterphlox und Sedum.

Eine liebevolle und abwechslungsreich gestaltete Grabbepflanzung sollte neben allen zu beachtenden Kriterien aber auch den persönlichen Geschmack des Verstorbenen berücksichtigen. So schafft man mit der letzten Ruhestätte eine Erinnerung an ihn und seine Vorlieben.


 

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