Natürlich stellt sich auch im Trauerfall die Frage, was die Beerdigung kosten wird. Ob die Kosten der Beerdigung - Bestattung" >Bestattungskosten nun von den Angehörigen getragen werden oder ob man selbst noch zu Lebzeiten für den eigenen Tod vorsorgen möchte - pauschal lässt sich die Frage nach der Höhe der Kosten nicht beantworten. Schließlich unterscheiden sich die individuellen Vorstellungen oder die testamentarisch festgelegten Wünsche oftmals stark voneinander.

Wünscht der Eine eine anonyme Urnenbestattung auf der grünen Wiese, wählt der andere einen speziell angefertigten Sarg für die letzte Ruhe. Nicht zu vernachlässigen sind Fragen der Überführung (Art des Bestattungsfahrzeuges, Anzahl der Träger), einer eventuellen Trauerfeier und ihres Umfanges sowie die anfallenden Fremdleistungsgebühren.

Prinzipiell lässt sich festhalten: Was die Beerdigung kosten wird, häng nicht vorrangig von der Art der Bestattung wie Erd- oder Feuerbestattung ab. Zwar ist eine Urne günstiger als ein Sarg, und bei der Erdbestattung muss man auch Kissen, Decken, Poster, Totenkleidung sowie die Herrichtung des Verstorbenen inklusive hygienischer Versorgung, Ankleiden und Einsargen sowie den Sargschmuck in die Bestattungskosten einrechnen, doch kommen bei der Feuerbestattung die Kosten für das Krematorium und nicht zuletzt oftmals höhere Überführungskosten hinzu. Schließlich unterhält nicht jeder ortsansässige Friedhof ein eigenes Krematorium.

Überblick: Kosten der Bestattung

Ist eine Trauerfeier gewünscht, kommen zu den Bestattungskosten Posten für:

  • Ausstattung der Trauerfeier wie die Trauerhallengestaltung (Blumen, Kerzen, Kandelaber) und
  • die eventuelle Aufbahrung hinzu.
  • Ob Musik gespielt werden soll, und wenn ja, in welcher Form - von der HiFi-Anlage oder doch live von einem Organisten, einem kleinen Orchester bzw. Chor.
  • Soll ein Verwandter die Trauerrede halten, überlässt man das einem Profi oder entscheidet man sich für eine Kombination aus beiden Möglichkeiten? Soll der Redner vorher einen Hausbesuch machen, um in einem persönlichen Gespräch den Inhalt seiner Rede festzulegen?
  • Ist ein Kondolenz- bzw. Kranzdiener gewünscht?
  • Auch Drucksachen für die Einladungen bzw. Trauerbriefe oder Todesanzeigen können Sie gestalten lassen.


Kosten der BestattungWenn ein persönliches Grab gewünscht ist, kommt zu den Bestattungskosten noch die Grabgestaltung hinzu, beispielsweise der Grabstein vom Steinmetz oder das Grabkreuz. Manch einer wünscht sich einen schlichten Feldstein, der andere möchte von einer Engelsplastik beschützt werden - möglich ist vieles, denn schließlich ist eine Bestattung und ein Grab so individuell wie das gelebte Leben.

Fremdleistungen im Preis der Beerdigung

Was auch immer man sich eine Beerdigung kosten lassen möchte, in jedem Falle werden Gebühren für Fremdleistungen fällig. Hierzu zählen:

  • die - zumeist nach Kilometern abgerechneten - Gebühren für die Überführung
  • Rechnungen für Formalitäten wie Behörden oder das Honorar für den Arzt, der den Totenschein ausstellt
  • die anfallenden Friedhofsgebühren.
  • In bestimmten Fällen fällt eine weitere Überführung an, beispielsweise beim Todesfall in einer Pflegeeinrichtung oder in der eigenen Wohnung.

Anhand des von Ihnen abgesteckten Kostenrahmens und im Einklang mit Ihren Wünschen wird Ihnen ein guter Bestatter ein individuelles Angebot der voraussichtlichen Bestattungskosten erstellen können. Alternativ lässt sich auch online mit einem Bestattungskostenrechner abschätzen, was die gewünschte Bestattung kosten soll.

Ein guter Bestatter wird eine detaillierte Aufstellung der einzelnen Posten inklusive einer genauen Leistungsbeschreibung nicht scheuen, denn Kostentransparenz gilt mittlerweile als ein wichtiges Qualitätsmerkmal des Bestattungsunternehmens. Einseriöser Bestatter informiert in einem unverbindlichen Vorgespräch gern zu seinen Leistungen und deren Kosten.

Auch das Internet kann die Suche nach einem geeigneten, kostenbewussten Bestatter erleichtern und die Summe, die eine Bestattung kosten soll, transparenter machen. Schließlich stehen eine würdevolle Bestattung und transparente, faire Preise nicht im Widerspruch zueinander, und es ist durchaus legitim, sich im Vorfeld detailliert über die Kosten einer Bestattung zu informieren. Letzten Endes schützen Sie dadurch nicht nur sich selbst, sondern - vor allem nach Wegfall des gesetzlichen sogenannten Sterbegeldes - auch Ihre Angehörigen vor unverhältnismäßigen finanziellen Belastungen im Todes- bzw. Trauerfall.

Eine würdige Bestattung ist für die trauernden Angehörigen sehr wichtig, um im angemessenen Rahmen von ihrem lieben Verstorbenen Abschied nehmen zu können. Wer sich einmal Zeit und Ruhe nimmt, über die Kosten einer Bestattung nachzudenken, schützt sich davor, im Trauerfall zusätzlich durch finanzielle Sorgen belastet zu werden.

Beerdigungskosten für eine Bestattung, die weder zu bescheiden noch extravagant gestaltet wird, bewegen sich in der Regel in einem Rahmen zwischen 5.000 und 10.000 Euro.

Es fallen im Einzelnen folgende Kosten für die Beerdigung an:

Sterbeurkunde Wird der Bestatter damit beauftragt, beim zuständigen Standesamt die Sterbeurkunde zu beantragen, entstehen Kosten, die 100 Euro nicht überschreiten. 100 €
Überführung Der Verstorbene muss zum Friedhof überführt werden; für Überführungen, die nicht die Grenze des Stadtgebietes überschreiten, ist mit Kosten zwischen 200 und 300 Euro zu rechnen. 200-300 €
Gebühren für die Zeit der Aufbewahrung Die meisten Friedhöfe verlangen auch Gebühren für die Zeit der Aufbewahrung des Leichnams bis zum Tag der Bestattung, wobei diese Kosten je nach Region sehr unterschiedlich ausfallen. In der Regel überschreiten sie jedoch nicht 150 Euro je Woche. 150 € / Woche
Versorgen des Verstorbenen Bevor der Verstorbene zur letzten Ruhe gebettet wird, richtet der Bestatter ihn her, das umfasst im einzelnen: Waschen, Anziehen, eventuell auch Gestellung von Kleidung, Desinfektion. Je nach Umfang der Leistungen sind an Beerdigungskosten dafür zwischen 100 und 300 Euro zu veranschlagen. Wird eine kosmetische Verschönerung gewünscht, weil eine Aufbahrung beabsichtigt ist, kann dieser Betrag auch deutlicher höher ausfallen. 100-300 €

Mehr ins Gewicht an den Kosten der Beerdigung fällt der Erwerb eines Sargs.
Die Bandbreite reicht dabei vom schlichten Kiefernsarg bis hin zum Sarg aus Edelholz mit aufwändigen Zierbeschlägen. Dementsprechend weit gefächert sind auch die Preise:

Sarg Als Untergrenze für einen angemessenen Sarg für eine Erdbestattung können 500 Euro angesehen werden, nach oben ist je nach Geschmack alles offen. Nicht vergessen werden darf, dass bei einer Aufbahrung eine Deckengarnitur für die Innenausstattung des Sargs erforderlich ist. Diese kostet je nach Ausführung zwischen 100 und 300 Euro. 100-300 €

War der Verstorbenen nicht Mitglied einer christlichen Religionsgemeinschaft, werden in der Regel Kosten für die Miete der Trauerhalle verlangt. Diese Beerdigungskosten sind im ländlichen Raum eher niedrig, in Großstädten sind Gebühren von mehreren hundert Euro durchaus üblich. Nimmt nicht der zuständige Pastor die Aussegnung vor, wird meistens ein professioneller Trauerredner beauftragt. Oft stattet er der Familie des Verstorbenen zur Vorbereitung seiner Trauerrede einen Besuch ab.

Grabredner Für den Grabredner sind je nach Länge und Individualität seiner Ansprache zwischen 100 und 300 Euro Beerdigung Kosten zu veranschlagen. 100-300 €

Die meisten Angehörigen wünschen sich Blumenschmuck auf dem Sarg sowie in der Kapelle oder Trauerhalle. Auch hier entscheidet der persönliche Geschmack über Umfang und Kosten:

Blumenschmuck Üblicherweise werden für den Schmuck mit Blumen und Kränzen zwischen 200 und 300 Euro ausgegeben. 200-300 €

Einen sehr großen Anteil an den Beerdigungskosten machen die Grabkosten aus. Ihre Höhe ist insbesondere davon abhängig, ob man sich für ein Erdreihengrab, ein Erdwahlgrab oder ein Tiefgrab entscheidet. Weiterhin bestehen Wahlmöglichkeiten hinsichtlich der Länge der Laufzeit der Grabstätte. Für diese beiden Positionen entstehen so Kosten, besipielsweise folgende Kosten:

1.000 Euro für ein Erdreihengrab mit kurzer Laufzeit
mehr als 3.000 Euro für ein Erdwahlgrab mit 30jähriger Laufzeit
Hinzu kommen noch die Kosten für den Aushub: Diese variieren je nach Erdbeschaffenheit, Grabtiefe, aber auch klimatischen Verhältnissen (zum Beispiel fallen bei gefrorenem Boden gesonderte Kosten an). Man sollte mit einem Betrag zwischen 400 und 1.500 Euro für diese Arbeiten rechnen.


Oft ist es preiswerter und unkomplizierter, sich im Trauerfall für ein Beerdigungskomplett-Paket zu entscheiden.

Kosten vom  Grabstein / Steinmetz

Grabstein KostenBei der Grabstätte handelt es sich um einen Ort für die Erinnerung und das Gedenken an einen lieben Menschen. Daher ist die liebevolle Gestaltung des Grabmals ein Bedürfnis für die Hinterbliebenen. Hier ist eine zentrale Stelle zum Gedankenaustausch und Gedenken an den oder die Verstorbenen. Eine nicht unwesentliche Rolle spielt die Auswahl des Ortes für die Grabstätte und welche Materialien eingesetzt werden, um diese zu einem Ort der Ruhe und des Gedenkens herzurichten. Dabei richtet sich die Ausgestaltung zum Teil nach den Wünschen der Verstorbenen oder ist in eigener Regie vorzunehmen.

Eine nicht unwesentliche Rolle spielt der Einsatz der Materialien. Ein Grabstein und eine Grabeinfassung können in unterschiedlichsten Preislagen hergestellt werden. Es kommen aber auch einige weitere Kosten hinzu. Daher ist es sinnvoll, mit dem Steinmetz zu sprechen und sich gegebenenfalls mehrere Angebote unterbreiten zu lassen. Um die Kosten beim Steinmetz etwas transparenter zu machen und für Nebenkosten entsprechende Empfehlungen zu geben sind diese Informationen in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt.

Übersicht: Kosten von Grabstein - Steinmetz

Aufstellung der zu erbringenden Leistungen in Euro Kosten von Kosten bis
Für das Grabmal
Komplett je nach Ausführung, Größe und Materialien
350,00 5.000,00
Erstellen der Schrift pro fertigen Buchstaben
Erhabene Schrift Aufgesetzte Schrift
10,00 20,00
Vertiefe Schrift 10,00 15,00
Intarsien aus Blei 15,00 35,00
Blattgold je nach Goldpreis auf dem Markt k.A. k.A.
Symbole je nach Größe und Schwierigkeitsgrad
Erhabene Symbole
75,00 300,00
Aufgesetzte Symbole 25,00 450,00
Vertiefte Symbole 50,00 250,00
Fertigen der Grabeinfassung
Abhängig von Material und Größe
250,00 1.000,00
Aufstellen des Grabmals und der Einfassung
Gemäß Angebot pauschal
75,00 750,00
Transportkosten zur Grabstätte je nach Entfernung
1 km bis 50 km
10,00 100,00
50 km bis 100 km 25,00 125,00
100 km und mehr (Angebot anfordern) 125,00 k.A.
Eventuelle Folgekosten nach Bedarf
Reinigung des Grabmals durch den Steinmetz
25,00 75,00

Mithilfe dieser Tabelle ist es möglich die Kosten grob zu schätzen, bevor das Gespräch mit dem Steinmetz erfolgt. Bekanntlich gibt es erhebliche Preisunterschiede. Es ist zu beachten, dass im Kostenvoranschlag alles enthalten ist.

Dies schließt aus, das Nachforderungen in nicht kalkulierter Höhe berechnet werden. Das Angebot ist auch für den Steinmetz weitgehendst verbindlich. Geringe Abweichungen von +/- 10 % sind möglich. Wenn mehr verlangt wird, dann kann auch beim Innungsverband nachgefragt werden, ob das rechtens ist. Soweit kommt es aber meist nicht. Der Steinmetz lebt ebenso von Mundpropaganda und ist bedacht, einen guten Namen in seiner Region zu haben. Wer das erste Mal den Service von einem Steinmetz in Anspruch nimmt, findet schon in den Gelben Seiten der Post jede Menge Betriebe. Aber vielleicht kann auch ein guter Bekannter oder Verwandter den Steinmetz seines Vertrauens empfehlen.

Die verhältnismäßig großen Preisspannen sind damit begründet, dass verschiedenste Materialien und Arbeitsgänge in Handarbeit mit Maschinenunterstützung vom Steinmetz ausgeführt werden müssen.

Besonders im Handwerk gilt Qualität hat seinen Preis. Im Beratungsgespräch ist offen darzulegen, welche Kosten bewältigt werden können und wo die Obergrenze des Preises liegt. Auch mit kleinem Geldbeutel ist schon eine anspruchsvolle Grabstätte machbar.

Bei Vergoldungen mit Blattgold können keine festen Preisangaben gemacht werden, da der Einkaufspreis für Blattgold erheblichen Schwankungen unterliegt. Grabsteine sind oft schon fertig in der Ausstellung beim Steinmetz zu sehen. Eine Auswahl aus dem Katalog ist ebenso möglich. Weiterhin sind Grabsteine behauen oder auch geschliffen lieferbar. Beim behauenen Stein wird nur die Fläche für die Schrift geschliffen.

Kosten der Friedhof - Gärtner

Der Friedhof ist für uns ein Ort, an dem wir unsere Verstorbene verehren können, er ist auch ein Ort der Trauer und des stillen Gedenkens. Hier finden unsere lieben Verstorbenen ihre letzte Ruhestätte. Die Angehörigen wollen einen würdigen Platz suchen, von dem sie annehmen, dass der Platz den Vorstellungen des Verstorbenen auch entsprechen könnte.

In der Friedhofverwaltung wird den Angehörigen nun für die Grabstelle die Gebührenordnung erklärt und vorgelegt. Laut Friedhofssatzung fallen für die Angehörigen folgende Gebühren an:

  • Grabnutzungsgebühr
  • Bestattungsgebühr
  • Friedhofsunterhaltungsgebühren
  • Grabmalgenehmigungsgebühr

Grabnutzungsgebühr:

Der erste Betrag ist die Grab- oder Grabnutzungsgebühr Auf Grund einer komplizierten Kostenrechnung werden diese Gebühren errechnet und nach den verschiedenen Grabarten aufgeschlüsselt. Nachfolgende Aufstellung zeigt einige Vergleichsbeispiele, die die unterschiedlichen Gebühren darstellt.
 

In München kostet ein Erdreihenwahlgrab 1.852,00 € und ein Urnenwahlgrab 1.073,00 €.
In Hamburg kostet das Erdreihenwahlgrab 2.603,00 € und ein gleichwertiges Urnenwahlgrab 1.703,00€ und
in Leipzig bezahlt man für ein Erdreihenwahlgrab 1.719,00 € und 1.228,00 € für ein Urnenwahlgrab.

Für ein anonymes Urnengrab zahlt man in München und Leipzig 850,00 € während man in Hamburg für das gleiche Grab 1.189,00 € bezahlt. Diese Angaben entstammen der Grabgebührendatenbank.

Bei den obigen Beispielen ist die Nutzungsdauer sehr unterschiedlich, die dann auch zum Teil die unterschiedlichen Preise erklärt. So bezahlt man in Hamburg die Grabnutzungsgebühr für generell 25 Jahre, die Nutzungsdauer in Leipzig liegt bei 20 Jahren und in München kann man die Gräber nur 10 Jahre nutzen.

Aber nicht nur die Dauer der Grabnutzung ist ausschlaggebend, sondern auch die Größe des Grabes, für das man das Nutzungsrecht erwirbt. Während bei den Reihengräbern das Nutzungsrecht festgelegt ist, kann die Ruhezeit bei den Wahlgräbern zeitlich verlängert werden. Das bedeutet auch, dass man die Wahlgräber mehrfach belegen kann, wenn das Nutzungsrecht verlängert wird und die Grabnutzungsgebühr entsprechend entrichtet wird. Diese Grabnutzungsgebühr ist eine Einmalzahlung, die zu Beginn der Nutzung entrichtet werden muss.

Bestattungsgebühr:

Neben dieser Grabnutzungsgebühr muss zusätzlich eine Bestattungsgebühr entrichtet werden. In dieser Bestattungsgebühr sind die Kosten für die Friedhofsarbeiten enthalten, die das Ausheben und Schließen des Grabes vornehmen. Das spätere Einebnen der Grabstelle und die Entsorgung von Blumen, Kränzen und Gebinden nach der Beerdigung sind ebenfalls in den Gebühren enthalten.

Ausschlaggebend für die Höhe dieser Gebühr ist die Wahl des Grabes, denn ein Reihengrab für eine Erdbestattung ist kosten- und zeitaufwändiger als das Ausheben eines Urnengrabes.

In dieser Bestattungsgebühr können aber auch noch andere Posten enthalten sein, wie zum Beispiel die Kosten für Sargträger, die Miete für die Trauerhalle, sowie Musik und Schmuck zur Trauerfeier. Diese Kosten sollten im Einzelnen aufgeführt werden und diese Bestattungsgebühr ist mit der Nutzungsgebühr zu entrichten.

Friedhofsunterhaltungsgebühren:

Diese Gebühren werden von fast allen Friedhöfen erhoben und sie sind Teil der Friedhofssatzung. Mit diesen Gebühren, die auch oftmals angezweifelt werden, sollen die laufenden Kosten für die Unterhaltung des Friedhofes gedeckt werden. Neben der öffentlichen Hand soll auch jeder Nutzer seinen Anteil zur Erhaltung des Friedhofes beitragen, denn mit den Gebühren werden Personalkosten der Friedhofsmitarbeiter abgedeckt, Reparaturkosten, die Abfallbeseitigung, Wasserkosten und die gesamte Pflege des Friedhofes gedeckelt. Es müssen die Wege und die Rasenflächen um die Gräber gepflegt werden und dazu wird diese Gebühr auch eingesetzt. Sie wird einmal pro Jahr eingefordert.

Grabmalgenehmigungsgebühr:

Diese Gebühr wird erhoben, wenn an dem Grab ein Grabmal aufgestellt werden soll. Entsprechend der Friedhofssatzung muss ein Antrag gestellt werden, der von der Friedhofsverwaltung überprüft und letztendlich genehmigt wird, wenn die entsprechenden Vorgaben eingehalten werden. Gleiches gilt für Grababdeckungen und Einfassungen. Die Genehmigung zur Aufstellung eines Grabmals sollte eingeholt werden, bevor man den Steinmetz mit der Anfertigung des Gedenksteines beauftragt. Die Höhe der Gebühr sollte den erforderlichen Verwaltungsaufwand abdecken.

Der Friedhofsgärtner

Für viele Angehörige ist es nicht einfach, eine optimale Grabpflege zu betreiben, sei es aus Zeitgründen oder gesundheitlichen Ursachen. Für diesen Zweck kann ein Auftrag an eine geeignete Gärtnerei vergeben werden, die die Grabpflege übernehmen wird, wenn kein Friedhofsgärtner vorhanden ist.

Es können in der Regel Jahrespflegeverträge oder Dauerpflegeverträge abgeschlossen werden.

Die Preise für diese Pflegeverträge sind sehr unterschiedlich. Es kommt zuerst darauf an, wie groß das zu pflegende Grab ist und in welchem zeitlichen Abstand das Grab gepflegt werden soll. Soll das Grab wöchentlich oder alle 14 Tage gepflegt werden, oder reicht eine monatliche Grundpflege aus? Diese Entscheidung trägt ebenfalls zur Kostengröße bei. Die Anzahl der zu pflanzenden Blumen, die in der jeweiligen Saison gepflanzt werden sollen, schlagen sich ebenfalls in der Kostenrechnung nieder.

Zusätzliche Kosten verursachen zum Beispiel das regelmäßige Gießen oder zusätzliche Düngergaben, sowie zusätzlicher Blumenschmuck oder Gebinde zu persönlichen Gedenktagen oder zur Grababdeckung im Winter. Einen kleinen Überblick über die zu erwartenden Kosten gibt nachfolgende Tabelle:

Erste Gestaltung des Grabes ca. 800 € im Jahr
Wöchentliche Grabpflege ca. 600 € im Jahr
Monatliche Grabpflege ca. 200 € im Jahr
Instandsetzung nach 5 u. 10 Jahren ca. 400 € einmalig
Neubepflanzung nach 10 u. 20 Jahren ca. 1.500 € einmali

 
Diese Beträge sind nicht verbindlich und sollen nur einen Richtwert darstellen.

Kostenübernahme der Erben

Viele Menschen machen sich Gedanken, wie sie ihre angemessene und ordentliche Beerdigung sicher stellen können. Nach dem Gesetz in § 1968 BGB trägt der Erbe die "Kosten der standesgemäßen Beerdigung des Erblassers" und gewährleistet, dass der Erbe nicht nur Nutznießer des vorhandenen Vermögens wird, sondern auch für die durch den Erbfall entstehenden Verbindlichkeiten in die Verantwortung genommen wird. So treffen auch die Kosten der Beerdigung den Erben. Sind mehrere Erben vorhanden, haften sie gemeinsam als Erbengemeinschaft und können nur gemeinschaftlich über das vorhandene Vermögen verfügen. Sollten Erbe und Erblasser vermögenslos sein, haftet der Unterhaltsverpflichtete für die Beerdigungskosten.


Zu den Kosten der Beerdigung gehören auch die Ausgaben für die üblichen Feierlichkeiten, die Aufwendungen für die erstmalige Anlage und Anmietung der Begräbnisstätte und das Grabmal, nicht aber die Mehrkosten für ein Doppelgrab. Auch eine Feuerbestattung ist eine standesgemäße Beerdigung. Weiterhin werden die Kosten für die Trauerkleidung des Erblassers, Todesanzeigen, Danksagungen, Überführungskosten zur Begräbnisstätte dem Erben auferlegt, nicht aber Reisekosten von Angehörigen zum Friedhof.

Die spätere Grabpflege ist hingegen lediglich eine sittliche Verpflichtung des Erben und stellt keine Rechtsverpflichtung dar. Wenn der Erblasser die spätere Grabpflege sicher stellen möchte, kann er dies testamentarisch verfügen und zum Beispiel ein Vermächtnis verfassen, das eine bestimmte Person, die selbst nicht Erbe sein muss, gegen eine bestimmte entgeltliche Leistung oder materielle Zuwendung zur Grabpflege bestimmt. Auch der Erbe kann hierzu verpflichtet werden. Allerdings kann dieser Wunsch dann gegebenenfalls nur mit Hilfe eines zusätzlich mittels Testament zu bestimmenden Testamentsvollstreckers zwangsweise durchgesetzt werden. Der Erblasser kann aber auch vorsorgen, indem er die Modalitäten der Bestattung zu Lebzeiten mit dem Bestatter bespricht und mindestens eine Anzahlung leistet. Die spätere Grabpflege lässt sich sicher stellen, indem auch ein Gärtner vorab bezahlt wird. Genauso kann der Erblasser mit einer Sterbegeldversicherung gewährleisten, dass im Erbfall eine bestimmte Versicherungssumme vorhanden ist und die Erben darauf zurück greifen können.

Rechte und Pflichten der Erben

Die Bestattungspflicht ist öffentlich-rechtlich bestimmt und trifft den Erben und die Erbmasse als Nachlassverbindlichkeit. Privatrechtlich steht dem Erben das Recht der Totenfürsorge zu. Es betrifft die Bestimmung über den Leichnam, die Art und Weise der Beerdigung und die Auswahl und Gestaltung der Grabstätte. Da dieses Recht familienrechtlich geprägt ist, soll auch den nächsten Angehörigen aus dem Familienkreis, insbesondere dem überlebenden Ehegatten, mindestens ein Mitspracherecht zustehen. Die Art und der Ort der Bestattung richten sich zunächst vornehmlich nach dem erklärten oder mutmaßlichen Willen des Erblassers. Soweit bereits ein Doppelgrab für Eheleute besteht, ist der mutmaßliche Wille des zuletzt verstorbenen Ehepartners zumindest augenscheinlich. Sollten sich Erben und Verwandte nicht einigen können, kann das zuständige Amtsgericht auf Antrag eines der Beteiligten die Modalitäten der Beerdigung bestimmen.

Wenn ein Nichterbe die Initiative für die Beerdigung übernimmt und einen Bestattungsunternehmer beauftragt, weil sich der Erbe nicht darum kümmert oder nicht erreichbar ist, kann er vom Erben die verauslagten Kosten ersetzt verlangen oder verlangen, dass der Erbe den Bestattungsunternehmer bezahlt. § 1615m BGB enthält noch eine besondere Regelung, für den Fall, dass die Mutter infolge der Schwangerschaft oder der Entbindung verstirbt. Dann muss der Vater die Kosten der Beerdigung bezahlen, sofern die Erben der Mutter dazu nicht in der Lage sind. Diese Regelung gilt auch dann und richtet sich gegen den Erben des Vaters, wenn der Vater vor der Geburt des Kindes verstirbt oder das Kind tot geboren ist oder eine Fehlgeburt eintritt.

Soweit der Erblasser keine Vermögensmasse hinterlässt und dem Erben nicht zugemutet werden kann, die Kosten der Beerdigung zu zahlen, übernimmt der örtlich zuständige Sozialhilfeträger die Bestattungskosten. Anspruchsberechtigt sind der Erbe oder auch der dem Erblasser zum Unterhalt Verpflichtete. Das Seemannsgesetz enthält weitere Sonderregelungen für Seeleute, die auf der Fahrt versterben. Soweit ein landwirtschaftliches Anwesen von einem Nachfolger übernommen wird, muss der Hofübernehmer auch ohne eine ausdrückliche Anordnung des verstorbenen Vorgängers die Kosten für dessen Beerdigung und die des Ehepartners übernehmen, sofern der Hof das Hauptvermögen darstellte und das dem Vorgänger zuerkannte Wohn- und Bleiberecht die Versorgung des Vorgängers und seines Ehepartners sicher stellen sollte.


 
Alle Leistungen dieser Seite sind zu 100% kostenfrei. Damit dies so bleiben kann würden wir uns über eine Spende freuen.