Leider ist ein Sterbefall immer auch mit gewissen Formalitäten verbunden. Wir stellen Ihnen an dieser Stelle einige wichtige Punkte zusammen, die Sie bei der Erledigung beachten müssen. Diese teilen sich, wie Sie feststellen werden, in vier Hauptkategorien.

Arbeit und Ämtergänge

  • Sie benötigen einen Totenschein sowie die Geburtsurkunde, das Familienstammbuch und gegebenenfalls Heirats- oder Scheidungsurkunde des Verstorbenen sowie Ihren Personalausweis, um die Ausstellung einer Sterbeurkunde beim Standesamt zu beantragen. Diese erhalten Sie in dem Ort, in dem der Angehörige verstorben ist. Eine Sterbeurkunde erhalten Sie im Regelfall in fünffacher oder siebenfacher Ausführung.
  • Sollte der Verstorbene ein Erbe hinterlassen haben, so müssen Sie sich an das zuständige Nachlassgericht wenden. Dort erteilt man Ihnen auf Antrag einen Erbschein. Um das eventuell existierende Testament zur Eröffnung freizugeben, ist häufig die Hilfe eines Notars unabdingbar. Dieser hilft Ihnen bei allen Fragen und Formalitäten rund um die Testamentseröffnung. Womöglich hat der Verstorbene sein Testament bereits bei einem Notar hinterlegt.
  • Nachdem Sie ein Erbe angetreten haben, verbleiben Ihnen genau drei Monate, um dieses bei dem für Sie zuständigen Finanzamt anzugeben. Gleichzeitig müssen Sie einen Antrag auf den vorzeitigen Lohnsteuerjahresausgleich stellen, um Ihr Erbe ordnungsgemäß zu versteuern.
  • Auch der Arbeitgeber des Verstorbenen muss schnellstmöglich über das Ableben informiert werden – im Falle von Selbständigkeit gilt dies für die Kunden des Verstorbenen.

 

Wohnungsauflösung

Sobald Sie dazu in der Lage sind, sollten Sie sich um die Wohnungsauflösung des Verstorbenen kümmern, sofern dieser allein gelebt hat. Dazu gehört natürlich auch, die Wohnung rechtzeitig zu kündigen. Weitere Formalitäten im Bereich der Wohnung sind Folgende:

 

  • Versorgen Sie, sofern dies zutrifft, Haustiere und Pflanzen des Verstorbenen. Bestenfalls bringen Sie die zumindest die Tiere anderweitig unter.
  • Regeln Sie mit den übrigen Angehörigen, wer die Wohnungsschlüssel erhält und die dort anfallenden Aufgaben übernimmt.

  • Die Heizung sollte auf ein Minimum heruntergeregelt werden. Beachten Sie jedoch gerade bei kaltem Wetter, das diese nicht ganz ausgestellt werden darf. Gas und Wasser können Sie hingegen direkt abstellen.

  • Schließen Sie sämtliche Fenster der Wohnung und ziehen Sie Stecker, um Gefahren zu vermeiden.

  • Nicht nur die Wohnung selbst muss möglichst zeitnah gekündigt werden, sondern vor allen Dingen auch Verträge für Telefon, Handy sowie Internet.

  • Die Post des Verstorbenen können Sie zunächst mithilfe eines Nachsendeantrags „umlenken“, sodass diese bei Ihnen oder einer vertrauten Person eintrifft. Nach und nach können so all jene kontaktiert und benachrichtigt werden, von denen der Verstorbene Post erhalten hat.

  • Fall ein Auto vorhanden war, muss auch dies abgemeldet werden.

 

Versicherung, Rente und Finanzen

Beenden Sie Daueraufträge und kündigen Sie, wenn möglich, das Bankkonto. Achten Sie jedoch auf fällige Zahlungen, um nicht in Verzug zu geraten. Kreditgeber müssen ebenfalls kontaktiert werden, um eine Lösung zu finden.

Wenn nötig, hilft Ihnen ein Notar oder ein Rechtsanwalt in finanziellen Fragen. Ebenso hilfreich ist auch ein Steuerberater. Dies gilt insbesondere, wenn der Verstorbene selbständig war.


 

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