Ist ein Angehöriger verstorben, müssen Sie aufgrund bürokratischer Angelegenheiten möglichst schnell handeln. Wir zeigen Ihnen die ersten und wichtigsten Schritte auf, die sie in schwerer Stunde zu gehen haben.

Der Totenschein vom Arzt

 
Bei einem Sterbefall ist es wichtig, zeitnah einen Arzt zu rufen. Im besten Fall handelt es sich dabei um den Hausarzt. Alternativ kümmert sich der diensthabende Arzt unter der Notrufnummer um Ihr Anliegen. Dieser hat die Aufgabe, den Totenschein auszustellen. Ist Ihr Angehöriger in einem Pflegeheim oder dem Krankenhaus verstorben, so übernimmt die dort zuständige Verwaltung das Informieren des Arztes.

Nur ein Arzt kann einen Totenschein ausstellen. Mit diesem Schein wird der Tod nach eingehenden Untersuchungen festgestellt. Zeitpunkt sowie Ort des Todes finden ebenso im Totenschein Platz, wie die persönlichen Daten des Verstorbenen. Sofern gegen, wird auch die festgestellte Todesursache eingetragen. Dabei spielt vor allen Dingen die Art des Todes eine Rolle, also ob es sich um einen natürlichen Tod handelt oder um einen unnatürlichen. Beachten Sie die in den Folgetagen per Post gestellte Rechnung des Arztes, denn das Ausstellen eines Totenscheines ist tatsächlich kostenpflichtig.

Nachdem Sie den Totenschein erhalten haben, können Sie beim zuständigen Standesamt die Sterbeurkunde beantragen. Üblicherweise erhalten Sie diese direkt in bis zu fünffacher Ausführung. Grund dafür ist die Tatsache, dass Sie dieses Schreiben sowohl für den Friedhof als auch in einigen anderen Fällen benötigen werden.

Die Sterbeurkunde

Nachdem der Todesfall bekannt ist, haben Sie maximal drei Werktage Zeit, um diesen mittels des Totenscheines bei Ihrem zuständigen Standesamt anzuzeigen. Dabei sind Sie vor allen Dingen dann für diese Aufgabe verantwortlich, wenn Sie mit dem Verstorbenen zusammengelebt haben. Auch, wenn dieser in Ihren Wohnräumen verstorben ist, müssen Sie dies dem zuständigen Standesamt mitteilen. Ebenso stehen Sie als Zeuge des Todes in der Pflicht, dieses traurige Ereignis zu melden. Im Falle dessen, dass sich der Tod in einer Pflegeeinrichtung ereignet hat, übernehmen im Regelfall die dort zuständigen Träger die Anzeige beim Standesamt. Letzte Instanz der Meldepflicht ist die Gemeinde selbst. Dieser Fall greift immer dann, wenn außer den oben genanten Parteien niemand zugegen war und der Leichnam durch Unbekannte oder die Polizei aufgefunden wurde.

Neben dem Totenschein selbst müssen Sie noch einige Weitere Dinge bei Ihrem Standesamt vorlegen. Im Falle der Ehe oder einer eingetragenen Lebenspartnerschaft benötigen Sie die entsprechende Urkunde. War der Verstorbene nicht verheiratet, so reicht dessen Geburtsurkunde aus. Zudem verlangt das Standesamt einen Nachweis darüber, wo der Verstorbene zuletzt wohnhaft war. Meist ist eine entsprechende Meldebestätigung der Stadt vorhanden. Im Einzelfall werden weitere Urkunden und Bescheinigungen zur Vorlage verlangt.

 
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